ADS = weniger Blut?!

Zugegeben, eine arg triviale Darstellung. Verstehen Sie es bitte als provokante Aufforderung zum Weiterlesen.

1990 meinte man, ( mit Hilfe von fMRT [1] ) festgestellt zu haben, dass das Gehirn von konzentrationsschwachen Kindern anders arbeitet als das von normalen Kindern. Man definierte ADS fortan als funktionelle Störung im Gehirn, weil die gemessene Durchblutung geringer war als bei normalen Kindern (siehe „Ursachen“ [2]).

„Das Frontalhirn von ADS-Kindern wird schlechter durchblutet und verbraucht weniger Sauerstoff und Glucose als das eines normalen Kindes.“  Quelle: Gerald Hüter, Neurologe Göttingen

fMRT

Die Antwort der Pharmaindustrie ist und war Ritalin (oder dessen Ersatzstoffe) und die der Psychotherapeuten ist Therapie. Die Antwort der Gesellschaft: Stigmatisierung des Kindes (und dessen Eltern).     Leider hat die Durchblutungs-Theorie (und daraus folgend auch die Diagnostik) einen Haken – Sie ist zumindest beunruhigend ungenau. Weiterlesen

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Warum französische Kinder kein ADHS haben

Französische Kinder brauchen keine Medikamente, um ihr Verhalten zu kontrollieren.

In den Vereinigten Staaten wurde bei mindestens 9% der Schulkinder ADHS diagnostiziert und nehmen pharmazeutische Medikamente ein. In Frankreich liegt die Prozentzahl der Kinder, bei denen ADHS diagnostiziert wurde und die mit Medikamenten behandelt werden unter 5%. Wie kommt es, dass die ADHS-Epidemie, die in den Vereinigten Staaten fest etabliert wurde, fast komplett an den französischen Kindern vorüber gegangen ist?

Ist ADHS eine biologisch-neurologische Fehlsteuerung/Störung? Überraschenderweise hängt die Antwort auf diese Frage davon ab, ob man in Frankreich oder in den Vereinigten Weiterlesen

ADS: Eine Diagnose für fast Normale

Von Felix Straumann. Aktualisiert am 17.02.2012

Statt des Aufmerksamkeitsdefizits ADHS diagnostizieren Ärzte zunehmend das Asperger-Syndrom. Ist die milde Autismusform nur ein Trend in der Psychiatrie – oder sind die Betroffenen tatsächlich krank?

Quelle: Tagesanzeiger http://www.tagesanzeiger.ch

ADS: »Wir haben die Unreife von Kindern in Krankheit verwandelt«

»Wir haben die Unreife von Kindern in Krankheit verwandelt«  • Der emeritierte Professor für Psychiatrie Allen Frances sagt, dass das neue Standardwerk der Psychiatrie zur Hyperinflation psychischer Krankheiten führt: „Wir haben die Grenze für Funktionsstörungen nach unten verschoben. (…) Ich versuche, die Ausweitung des Systems in Bereiche, wo es nicht hingehört und Schaden anrichtet, zu verhindern. Die Tatsache, dass auch die übrige Medizin in der gleichen Kritik steht, wird der Psychiatrie helfen. Es gibt heute die Einsicht, dass nicht nur psychische, sondern medizinische Probleme generell über behandelt werden.“ Von Rudolf Burger, Tages Anzeiger Schweiz

Mehr hier: http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Wir-haben-die-Unreife-von-Kindern-in-Krankheit-verwandelt/story/22036496

ADS: Fehlerdiagnosen bei jungen Schülern

Bei früh eingeschulten Kindern wird auffällig oft ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom diagnostiziert. Ihr im Verhältnis zu älteren Klassenkameraden unreifen verhalten wird häufig irrtümlich als psychische Störung (ADS/ADHS) interpretiert, wie Forscher der University of British Columbia herausfanden. Bei Tests müsse mehr auf das relative Alter der Kinder geachtet werden, so das Fazit der Wissenschaftler.

http://bit.ly/vZ7DuP (englisch)

Quelle: Familie@Co Sonderheft Frühjahr 2013